Riester-Rente beitragsfrei stellen?

 

Vielleicht haben Sie aufgrund der negativen Berichterstattung zur Riester-Rente auch bereits mit dem Gedanken gespielt, Ihren Riestervertrag zu kündigen oder beitragsfrei zu stellen?

 

Als Argumente gegen eine Kündigung oder Beitragsfreistellung werden häufig die Rückzahlung der Zulagen und der Steuervorteile (sofern vorhanden) angeführt. Auch die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos ist ein häufig angeführter Grund. Diese Argumente sind grundsätzlich nicht falsch - wurden Ihnen von Beratern aber irgendwann individuelle Berechnungen vorgelegt, die Ihnen zeigen, wie alt Sie werden müssen, dass sich die Riester-Rente für Sie lohnt?

 

Mit der folgenden Analysedatei können Sie ermitteln, mit welcher Rente Sie bei einer Beitragsfreistellung rechnen können, wenn Sie den bisherigen Nettosparbeitrag (Eigenanteil an den Einzahlungen) in eine Alternativanlage investieren.

 

Die Datei ist mit einem Beispielfall befüllt. Bitte ersetzen Sie die Werte im Arbeitsblatt "Parameter" durch Ihre Daten. Die grün markierten Zellen sind Pflichtfelder. Die orange markierten Zellen sind vorbelegt, können aber auch angepasst werden, um beispielsweise das Langlebigkeitsrisiko mit unterschiedlichen Erwartungen zu simulieren.

 

Einige Parameter müssen ggf. im Vorfeld bei Ihrer Versicherung angefragt werden. Hierzu haben wir ein Musteranschreiben erstellt, das Sie für die Anfrage an Ihre Versicherung nutzen können. 

 

Sollte Ihr Partner nur aufgrund Ihres Riestervertrages förderberechtigt sein (mittelbare Förderung), so führen Sie bitte für beide Verträge eine Berechnung durch, da die Beitragsfreistellung des unmittelbar geförderten Vertrages negative Auswirkungen auf den mittelbar geförderten Vertrag hat.

 

Wir möchten darauf hinweisen, dass Ihr Riestervertrag bei der Prüfung des Vermögens bei Arbeitslosengeld II nicht berücksichtigt wird. Des Weiteren wird die Rente aus Ihrem Riestervertrag auf eine evtl. Grundsicherung nicht mehr bzw. nur teilweise angerechnet, so dass für Geringverdiener eine Fortführung des Riestervertrages i.d.R. vorteilhafter ist.

 

Sollte die Rente aus dem Riestervertrag eine Kleinbetragsrente sein, dies sind in 2021 monatliche Renten aus Riesterverträgen in Höhe von 32,90 EUR (alte Bundesländer) bzw. 31,15 EUR (neue Bundesländer), so kann das gesamte Guthaben zum Renteneintritt, ohne Verlust der Zulagen und Steuervorteile, ausgezahlt werden. Allerdings ist der Auszahlungsbetrag an sich steuerpflichtig (seit 2018 nach der Fünftelmethode), so dass es ggf. sinnvoll ist, die Auszahlung auf das Jahr des Renteneintritts zu verschieben.

 

Es stehen zwei Auswertungen zur Verfügung. Auswertung 1 rechnet mit einem höheren Steuersatz (Grenzsteuersatz) in der Rentenphase als Auswertung 2.

 

Bzgl. der Auswertungen möchten wir darauf hinweisen, dass diese der groben Orientierung dienen und eine Beratung durch eine Verbraucherzentrale und/oder einen Steuerberater nicht ersetzen.

 

 

Download Analysedatei